In der systemisch-vedischen Astrologie werden in erster Linie die Planeten in Bezug zu den Häusern gesetzt. Die Häuserpositionen wiederum stehen in Analogie zu den Sternzeichen. Z.B. entspricht das 1. Haus dem Sternzeichen Widder, das 2. Haus dem Sternzeichen Stier usw.

 

So ist z.B. bei einer Aszendentenstruktur "Zwilling" der Aszendentenherrscher "Merkur" gleichzeitig der Herrscher des 4. Hauses Jungfrau, und somit vernetzen sich diese beiden Häuser, das 1. Haus des Aszendenten und das 4. Haus der Familienangelegenheiten, grundlegend miteinander (siehe Bild unten)

Die natürliche Eigenschaft des Planeten Merkur ist "Kommunikation und Austausch", während die funktionale Eigenschaft im Falle eines Aszendenten "Zwilling" einerseits die Persönlichkeit selbst repräsentiert und andererseits der kommunikative Austausch innerhalb von Familienangelegenheiten. Somit weist das 1. Haus in Verbindung mit dem 4. Haus auf eine bedeutsame Lebens-Rolle bei einem Aszendenten Zwilling hin.

 

Steht nun Merkur in einem Geburtshoroskop (wie im unteren Beispiel) im 9. Haus Wassermann, so verbinden sich die Eigenschaften der Häuser 1 und 4 mit denen des 9. Hauses. In einem übergeordneten Sinne weist diese Beziehungsnetz-Stellung u.a. auf ferne familiäre Reisen, Auslandsaufenthalte, höhere Bildung, freie Handelspartnerschaften in Familienunternehmen und weitere weitreichende Entwicklungsmöglichkeiten hin. Wobei jedoch das komplette Beziehungsnetz der anderen Planeten in der Interpretation berücksichtigt werden sollte. 

So weist (wie im unteren Beispiel) der karmische Schattenplanet Rahu im 4. Haus Jungfrau auf Konflikte zwischen der Familie und dem Beruf, zwischen dem Zuhause und der Öffentlichkeit, zwischen Nähe und Distanz sowie zwischen innerem Erleben und äußerer Verpflichtung hin. Rahu weist als karmischer Planet auf unser zu manifestierendes Lebensziel hin, während Ketu, welcher im gegenüberliegenden Zeichen platziert ist, auf vergangene und aufzulösende Muster hinweist (die jedoch auch als mitgebrachte Talente eingesetzt werden können).

Und so weist Rahu im 4. Haus auf das Glück und die Erfüllung im Zuhause, in der Familie, und im eigenen Seelenleben hin. Sich mit der eigenen Herkunft zu befassen, mit der Sippe, dem Volk und der Heimat. Sich der Innenwelt zuwenden, den Bildern der Seele, den eigenen Gefühlen und emotionalen Bedürfnissen. Nach Möglichkeiten suchen, die eigene Fürsorglichkeit auszudrücken: in der Familie, als Arzt oder Therapeut. 

 

Jede Aszendentenstruktur besitzt andere Prioritäten in Bezug auf deren Planetenhausherrscher und deren Beziehungsnetzverbindungen.  


Die Aszendentenstruktur

 



Jeder Planet erhält für jede Aszendentenstruktur eine bestimmte Rolle, die ihn für das jeweilige Aszendentenstruktur-Horoskop mit bestimmten Themen und Aufgaben bzw. auch mit Herausforderungen belegen. Diese Eigenschaften erlauben, nach der systemisch-vedischen Astrologie, einerseits einen tiefen Einblick in die Funktionsweise des Zusammenspiels eines Horoskops, andererseits zeigen diese aber auch die grundlegende Persönlichkeitsstruktur eines Aszendententypus an.

Die Eigenschaften des Aszendenten werden somit nicht nur auf der Basis dieses Zeichens, sondern auch auf Grund der Gesamt-Aszendentenstruktur und die der Rollenverteilung unter den Planeten beschrieben.

Die Rollen die die einzelnen Planeten in einer Aszendentenstruktur spielen ändern sich je nach Aszendententypus. Hier fließt alles zu einer Synthese zusammen, die verblüffende Aussagen über einen Aszendenten zulassen, ohne, dass überhaupt die Stellung eines einzigen Planeten berücksichtigt worden ist.

 

So ist z.B. für die "Aszendentenstruktur Widder" der Planet Merkur (als Herrscher des 6. Hauses Jungfrau) ein funktional negativer Planet und weist auf "unorganisierte Denkmuster" als grundlegende Aszendenteneigenschaft hin - ohne zunächst die wahre Stellung von Merkur im Geburts-Horoskop zu berücksichtigen.

Bei einer "Aszendentenstruktur Stier" wäre der Planet Venus (als Herrscher des 6. Hauses Waage) ein funktional negativer Planet, d.h. der eigene Aszendentenherrscher, Venus, spielt innerhalb der Stier-Aszendentenstruktur als herausfordernder Signifikator eine wichtige Rolle. Diese Rolle könnte sich, als grundlegende Charakteristika des Aszendenten Stiers, als "unharmonische Denkmuster" äußern. In jedem Fall ist die Venus jedoch ein funktional positiver Planet für den Stier, da grundsätzlich der Aszendentenherrscher als funktional positiv eingestuft wird. Das 6. Haus weist hier lediglich darauf hin, dass ein harmonisches Denkmuster als "Lernlektion" angestrebt werden will. 

  

 

 


                                                                 

                                                                                                                     Die systemisch-vedische Astrologie

 

Die Palmblattbibliotheken werden in Indien ebenso wie die  v e d i s c h e  A s t r o l o g i e  als Lebenshilfe angesehen, die dem Menschen vor Augen führt, was nicht das Ziel des menschlichen Lebens ist. Die Astrologie zeigt dem Menschen, dass die wichtigen Ziele des Lebens nicht in den zeitweiligen materiellen Errungenschaften liegen, sondern in der Erlangung innerer Werte und Einsichten, da die äußeren Rahmenbedingungen unseres Lebens letztlich durch unser vorangehendes Handeln weitgehend vorausbestimmt sind.

 

Das bedeutet nicht, dass der Mensch sich nicht um die Ziele in dieser Welt bemühen sollte, da letztlich sein gegenwärtiges Handeln wiederum das Glück und Leid bestimmt, das er in der Zukunft erfahren wird.

 

Entscheidend ist aber das Bewusstsein, in dem der Mensch seine Tätigkeiten ausführt.

Strebt ein Mensch zu sehr nach eigennützigen Zielen und ist auch bereit, diese auf Kosten anderer durchzusetzen, so wird ihm dieses egoistische Bewusstsein letztlich auch von außen in Form von zukünftigen Reaktionen auf sein eigenes Handeln wieder begegnen.

 

Die Weisheit, die der Mensch aus dem Studium der vedischen Astrologie, aber auch der anderer metaphysischen Schriften erlangt, liegt darin zu sehen, dass alles, was ihm in diesem Leben geschieht, letztlich von ihm selbst verursacht wurde und ein Spiegel seines eigenen Bewusstseins ist.

 

Diese Erkenntnis bietet ihm die Chance, sich selbst zu erkennen und zu verändern, sein eigenes Bewusstsein zu transformieren und sich zu einer integeren Persönlichkeit zu entwickeln.

Er wird mit dieser Einsicht nicht mehr versuchen, durch Manipulation seines eigenen und des Lebens anderer sein Glück in dieser Welt zu sichern, sondern durch sein Handeln ein Bewusstsein schaffen, das auf konstruktiver Basis für alle Lebewesen wirkt.

 

Die Systemisch-Vedische Astrologie basiert auf den Klassikern der indischen Astrologie, wie der Brihat Parashara Hora Shastra und anderen vedischen Texten, und extrahiert aus diesen die wesentlichen Prinzipien, die zur Analyse eines Horoskops notwendig sind.

 

Durch Konzentration auf weniger als 20% der Informationen und Zusammenhänge, die sich aus einem Horoskop herauslesen lassen, erreicht sie mehr als 80% in der Effektivität der Analyse und Interpretation.

 

Diese Auswahl der notwendigen Prinzipien aus der Vielzahl der in den vedischen Schriften dargestellten astrologischen Zusammenhänge wurde von Prof. V.K. Choudhry auf Grundlage seiner eigenen umfangreichen Forschungen und Erfahrungen vorgenommen.

Die Weitervermittlung dieses einzigartigen Systems in die deutsche Sprache erfolgte in Zusammenarbeit mit dem Physiker, Metaphysiker und Philosoph Marcus Schmieke von der Veden-Akademie in Berlin, der ebenso in der indischen Baukunst Vasati wie in der vedischen Astrologie ausgezeichnete Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt. 

 

Die Häuser der Lebensthematik werden gemäß ihrer Zielsetzung mit folgenden Einteilungen in der vedischen Astrologie verbunden:

 

Dharma: Dharma bedeutet übersetzt „Sinn, Zweck“ und die Dharmahäuser  1, 5 und 9 geben uns einen Hinweis auf das, was unsere Seele als ihre Aufgabe auf dieser Welt empfindet. Je stärker die Dharma-Aspekte in einem Horoskop ausgeprägt sind, umso wichtiger ist es dem Menschen, seine Aufgabe zu finden. Je günstiger die Besetzungen sind, umso leichter fällt ihm dies.

 

Artha: Artha heißt übersetzt „Besitz“ und ist verbunden mit der materiellen und praktischen Ebene im Leben. Die Arthahäuser  2, 6 und 10 weisen im günstigsten Fall darauf hin, dass der Mensch durch das Verfolgen seiner dharmischen Ziele eine eine materiell abgesicherte Basis erhält. Im weniger günstigen Fall binden die Arthahäuser den Menschen zu sehr an die Materie und werden dann fälschlicherweise für das Dharma, den Sinn des Lebens, gehalten.

 

Kama:  Kama bedeutet „Freude und Spaß“ und die Kamahäuser  3, 7, und 11 geben Hinweise auf natürliche Bedürfnisse nach sozialen Kontakten, nach Freude und spielerischer Ausgelassenheit. Sind diese Häuser zu schwach besetzt, so fehlt dem Menschen ein gewisser sozialer Austausch, sozusagen „die Leichtigkeit des Seins“, sind sie überbetont, so mag er sich zu sehr um diese Belange bemühen, dabei sehr selbstbezogen werden und andere Ebenen aus den Augen verlieren.

 

Moksha:   Moksha bedeutet „Erleuchtung oder Befreiung der Seele“ und die Mokshahäuser  4, 8 und 12 gelten als Repräsentanten dieses Wunsches. Sie sind die 3 „introvertierten“ Häuser des Zodiaks und lenken viel Energie nach innen, lassen einen Menschen mitunter scheu oder gar schwer durchschaubar wirken. Im positiven Fall begegnet der Mensch auf dieser inneren Reise den Antworten, wonach ihn diese Häuser suchen lassen.

 

Wichtig ist an dieser Stelle zu berücksichtigen, dass es eine Art Hierarchie gibt, innerhalb derer Dharma  (die Häuser 1, 5 und 9) die oberste Priorität erhält, nämlich den tieferen Sinn unserer Existenz zu verwirklichen und die damit verbundenen Pflichten zu erfüllen. Daraus ergibt sich, dass unsere Art und Weise, wie wir unseren Lebensunterhalt verdienen, innerhalb unseres Dharmas erfolgen sollte, nur dann können wir die Früchte unserer Arbeit ernten und von ihnen leben. Ebenso sollten unsere sozialen Bestrebungen, unsere Genüsse und Freuden mit den Gegebenheiten unseres Karmas in Einklang stehen und sollten zusätzlich nicht die Grenzen unseres Arthas übertreten.   

                                                                          

Mit anderen Worten müssen unsere Freuden gemessen werden an unserer Lebensaufgabe und

unseren materiellen Grenzen. Nehmen unsere Anhaftungen und Begierden überhand, so  können sie Dharma und Artha stören. Gleichermaßen ist es sinnvoll, unseren Wunsch nach Befreiung von allen irdischen Fesseln in Einklang mit unserem Dharma, auf der Basis unserer materiellen Verpflichtungen und innerhalb des Rahmens unserer sozialen Bedürfnisse zu leben. Kein Mensch kann sich seiner irdischen Aufgabe entziehen, da die Seele ihren Ausdruck im irdischen Körper als Erfahrung der Werterfüllung erlebt.      

                                                                                                                                

Keine Ebene sollte in Disharmonie mit der ihr übergeordneten Ebene zum Ausdruck gebracht werden, da dies unweigerlich zu einer Überschreitung der Grenzen unseres Dharmas führen und somit vom Schicksal korrigiert werden würde. Wir können uns diese Ebenen wie die Ringe vorstellen, die ein Stein im Wasser erzeugt. Solange ein Stein die Wasseroberfläche in Schwingungen versetzt, bleibt die Harmonie erhalten, die Ringe sind konzentrisch und gehen ineinander über. Werden diese natürlichen Bewegungen jedoch an einer Stelle unterbrochen (z.B. durch einen kleinen Stein, der auf der Artha-Ebene eingreift als ein unpassender Impuls), dann werden alle anderen davon beeinflusst, das harmonische Ganze wird zerrüttet und ein Ausgleich muss wieder herbeigeführt werden.

 

Kurz gesagt: Ein zuviel und/oder ein zuwenig suchen automatisch auf die eine oder andere Art den nötigen Ausgleich. Dieser Ausgleich kann sich auf verschiedenste Weise manifestieren, wie z.B.  durch Krankheit, Unzufriedenheit, mentale Sorgen, finanzielle Schwierigkeiten, berufliche Hindernisse, Verluste aller Art… und ist als ein Hinweis darauf zu verstehen, dass eine Korrektur der persönlichen Einstellung stattfinden sollte. Eine Korrektur die primär an der Wurzel der eigenen Einstellung bzw. Überzeugung zu suchen und zu finden ist.

 

Die Lebensbereiche vom 1. Haus bis zum 7. Haus wollen physisch erlebt und erfahren werden, um schließlich im 8. Haus, der psychologischen Tiefe allen Geschehens, in einen Transformationsprozess einzutreten, welcher letztendlich zu persönlichen Erkenntnissen führt. Die Erfahrungen die im 8. Haus zu Erkenntnissen transformiert werden, finden sich im 9. Haus der Wertevorstellungen und Ideale wieder.  Entsprechend unseren persönlichen Erfahrungen und der daraus resultierenden Erkenntnissen bilden wir unsere persönlichen Einstellungen und Wertevorstellungen.  Diese wiederum beeinflussen unsere eigentliche Berufung im 10. Haus, der höchste Punkt in unserem Horoskop. Ab dem 9. Haus sind und sehen wir nicht mehr rein subjektiv, wie in den Häusern 1 – 7,  sondern können Geschehnisse von einem objektiven Standpunkt aus erfassen und vermitteln. Im 10. Haus der Öffentlichkeit können wir, gemäß unseren Überzeugungen und Einstellungen, aktiv werden. 

Im 11. Haus ernten wir die Früchte unserer Saat, die sich in materiellen Dingen wie Vermögen und Reichtum oder auch in der Gesellschaft Gleichgesinnter ausdrücken kann. Im 11. Haus ernten wir Freude, Glück und Vermögen. Im 12. Haus ziehen wir uns langsam wieder in unsere Subjektivität, aus der wir gekommen sind, mit unserer ganzen essentiellen Lebenserfahrung, welche unsere Seele unermesslich bereichert, zurück.

 

Die stille  Quint-Essenz unseres persönlichen Lebens, welches das „Wesentliche“ beinhaltet, kommt im 12. Haus der Abgeschiedenheit  zum Ausdruck.                    

Aktion und Reaktion verschmelzen hier zu einer Bewusstseinseinheit die mit dem Begriff „Sein oder Ich bin“ ausgedrückt werden kann.

 

                                                                                                         Horoskope nach tropischer und siderischer Berechnung

 

Der Schwerpunkt bei der systemisch-vedischen bzw. siderischen Berechnung liegt in den tatsächlichen Planetenstellungen in Bezug zu den Sternzeichen - von der Erde aus gesehen. Die systemisch-vedische Astrologie betrachtet die Sternzeichen nicht analogisch in Bezug zu den Jahreszeiten, so wie in der

tropischen Astrologie, sondern sie bezieht sich auf die Sternzeichen so wie diese tatsächlich, von uns aus gesehen, am Firmament sichtbar sind. Beide Systeme haben ihre Berechtigung, jedoch auf unterschiedlichen Ebenen.

Der Bezugspunkt der siderischen Berechnung bilden die Sternzeichen, während die tropische Berechnung die Jahreszeiten als Analogie zu den solaren elementaren Jahreszyklen als Bezugspunkt verwendet. Das Sternzeichen Widder, zum Beispiel, wird nach tropischer Berechnung immer mit dem Frühlingsanfang bzw. mit dem Beginn von etwas Neuem verknüpft, weshalb zu Frühlingsanfang immer das Sternzeichen Widder als Bezugspunkt in der tropischen Berechnung verwendet wird. Genauso verhält es sich mit dem Sternzeichen Fische, diese stehen analog zum Winterende und entsprechen demnach der Auflösung von alten "Strukturen" um Neues beginnen zu können. Tatsächlich sind die Jahreszeiten und das Wettergeschehen sehr eng mit unserer biologisch-chemischen Körperstruktur verknüpft, weshalb der tropische Tierkreis auf dieser Ebene volle Gültigkeit besitzt. 

   

Z.B. steht die Sonne bei einem am 21. März Geborenen, siderisch betrachtet, bei ca. 6° Fische, während, tropisch betrachtet, die Sonne am 21. März, also Frühlingsanfang, auf ca. 1° Widder steht.

Von der Erde aus betrachtet "wandert" die Sonne erst am 14. April in den Widder - erst ab diesem Datum beginnt im siderischen Sinne sozusagen

der "innere Frühling".

 

Die Sternzeichen sind hochkomplexe feinstoffliche Energiegestaltmuster deren reine Wirkweise wir mit unserem begrenzten Verstand und Intellekt nicht wirklich verstehen können. Wir können nur Ableitungen aus dem immensen Wirkpool dieser intelligenten Energiemustereinheiten herstellen und diese in ein intellektuelles Verständnismuster mehr oder weniger hineinpressen um einen Hauch von Verstehen zu erhaschen.

Unabhängig in welchem Zeichen ein Planet zunächst steht, kann durch die Hausstellung eines Planeten einiges über die zu Grunde liegende Zeichenqualität ausgesagt werden. Ist z.B. die Sonne im 2. Haus eines gegebenen Geburts-Horoskops platziert, so zeigt das 2. Haus, analog zum 2. Sternzeichen Stier, eben diese Stierqualitäten in Bezug zur Sonnenstellung im 2. Haus auf. Die Häuser geben somit Aufschluss über die zu Grunde liegenden analogen Sternzeichenqualitäten. In diesem Beispiel weist das zentrale Thema der Selbstentfaltung, welches von der Sonne im 2. Haus angezeigt wird, auf ein starkes Sicherheitsbedürfnis hin, das - je nach Hintergrund - in materiellen, geistigen, seelischen oder spirituellen Bereichen gesucht wird. Das 2. Haus entspricht exakt den Stierqualitäten und repräsentiert diese auch.




                                                                                                    Unser Charakter - der Schlüssel zu unserem Geschick

 

In unserem Zeitalter der Wissenschaften, das in ungeahnter Fülle Erkenntnisse über technische Zusammenhänge und Detailfragen mit sich bringt, gerät die Auseinandersetzung mit sich selbst, mit dem eigenen Charakter, immer mehr ins Hintertreffen.

Dabei verheißt Selbsterkenntnis als höchste und zugleich schwierigste Form der Erkenntnis einen ganz besonderen Lohn:

Wenn wir uns mit unserem „Charakter“ auseinandersetzen, können wir unser Leben besser verstehen und eine Vorstellung davon bekommen, was sich hinter dem Wort „Schicksal“ verbirgt.

 

Tendenziell destruktive Gedanken, Emotionen und Handlungen treiben diese, wie Samen die zur Frucht reifen, der persönlichen Realitätserfahrung  zu, und können so zu freudlosen und unharmonischen Erlebnissen bzw. Ergebnissen führen.

Ebenso verhält es sich mit tendenziell positiven Gedanken, Emotionen und Handlungen, aber in diesem Falle wird die Realitätserfahrung freudiger und harmonischer erlebt. 

 

In dem Augenblick, in dem wir in diese Welt hineingeboren sind, bringen wir eine bestimmte Anlage spiritueller, mentaler, psychischer, astraler und physischer Neigungen und Charakterzüge mit auf die Welt. Mit diesem aus verschiedenen Attributen zusammengesetzten Charakter erleben wir alle Höhen und Tiefen in unserem Leben.

Unsere Neigungen und Vorlieben sind ausnahmslos die karmischen Samen unseres tief verwurzelten inneren Denkens bzw. unserer Kern-Glaubensüberzeugungen, unseres Fühlens und Handelns, die nun zur Blüte gelangen.

Und so werden wir als wiedergeborener Mensch selbst erneut zum Gestalter unseres jetzigen wie künftigen Schicksals.

 

Gedanken prägen unsere Seele und damit unseren Charakter, wir gestalten uns permanent durch unsere Gedanken neu. Hierin liegt eine wunderbare Gelegenheit, um Unzufriedenheit aus unserem Leben zu verbannen. Das können wir am besten dadurch, indem wir an der Wurzel ansetzen – bei unserem Denken. Wie denken wir? Denken wir gleichgültig, denken wir aufgeschlossen und lösungsorientiert oder befangen und problembeladen?

Denken wir weitgehendst konstruktiv oder oftmals destruktiv?

Es lohnt sich sehr, hierauf zu achten, vor allem auf tiefer und noch tiefer gehenden Gedankenmusterebenen.