Wenn ihr in die Zeit und das körperliche Leben eintretet, sind euch seine Bedingungen schon bekannt.

Ihr seid biologisch und psychisch prädisponiert, in dieser reichen Umgebung zu wachsen, um auf allen Ebenen zur Erfüllung der Ziele eurer Gattung, der Menschheit, beizutragen, darüber hinaus jedoch um eure eigene, ganz einmalige Sichtweise und Lebenserfahrung in die größeren Bewußtseinsmuster einzubringen, von denen ihr ein Teil bildet.

Ihr beginnt gerade die innigen Verknüpfungen zu verstehen, die in eurer räumlich-materiellen Umwelt bestehen. Noch viel komplizierter jedoch sind die psychischen Verknüpfungen. Sie sind dergestalt, daß die Träume und Gedanken eines jeden Individuums sich mit denen jeder anderen Person verweben und so ständig wechselnde Muster von Wünschen und Absichten bilden. Einige davon tauchen als Ereignisse auf dem physischen Lebensplan auf, andere wiederum nicht...

 

Die Vererbung spielt eine weit geringere Rolle in der Charakterbildung, als allgemein angenommen wird.

Ebenso verhält es sich mit der Umwelt, wie sie gemeinhin verstanden wird. 

 

Eure zu Glaubenssätzen erhärteten Überzeugungen machen euch jedoch von vornherein geneigt, Erfahrungen nach den Kriterien von Vererbung und Umwelt zu interpretieren, so daß ihr in erster Linie diese beiden Faktoren als primär verhaltensbestimmend ins Auge faßt...

 

Wenn man der Ansicht ist, das Selbst beziehe seine Informationen lediglich aus dem Materiellen, dann freilich kann man menschliche Motivation nicht anders als durch Vererbung und Umwelt bestimmt sehen. Wenn ihr jedoch erkennt, daß der Persönlichkeit auch andere Informationsquellen als die rein materiellen zur Verfügung stehen, dann müßtet ihr euch zu fragen beginnen, welche Auswirkungen diese Gegebenheiten auf die Charakterbildung und das individuelle Wachstum haben.

Kinder haben einen Charakter schon bei der Geburt, und ein vollständiger wahrscheinlicher Plan für den Körper der Erwachsenen, die sie einmal sein werden. 

 

Das Bewusstsein bildet die Gene, und nicht umgekehrt, und das der Geburt harrende Kind steuert durch die Chromosomenstruktur neues Material bei... 

 

Die ganz besonderen Absichten, die jedem Individuum eigentümlich sind, sind im Bezugssystem 2 (geistige Welt) vorhanden, und mit der Geburt beginnen diese Absichten unverzüglich, sich der stofflichen Welt von Bezugssystem 1 (materielle Welt) aufzuprägen...

 

                                                                                            aus Individuum und Massenschicksal - der Mensch als Urheber allen Umweltgeschehens - Seth-Sitzung 827

 

Der Mensch ist als Teil eines übergeordneten Ganzen ein Lebewesen, das sich gemäß seiner  psychologischen und physischen Anlagen sowie der jeweiligen Umfeldbedingungen entwickelt.

Dabei spielen Vererbung, die Jahreszeit, die Tageszeit, das Geburtsland, der Geburtsort, die familiäre Umgebung  in welcher ein Mensch hineingeboren wurde ebenso eine Rolle wie die Sternzeichen und Planeten, welche aus einem übergeordneten Verständnis-Rahmen unsere Talente und Potentiale aufzeigen.                Die Planeten sind wie die Zeiger einer Uhr und weisen auf bestimmte Wesensqualitäten in einem gegebenen Haus und Zeichen hin, genauso wie das Wettergeschehen auf bestimmte Wesensqualitäten einer gegebenen Jahreszeit hinweist und ebenso auch die familiäre Umgebung, die ein Hinweis auf die eigenen psychologische Wesensqualitäten geben kann.

 

Assoziative Feinabstimmung:

 

Raum-, Zeit- und Umfeldqualitäten - Gegebene Umstände und Rahmenbedingungen:

 

 

  • Erdumfeld (Erd-Raum): Geburts-Kontinent
  • Umfeld des Kontinents (Erd-Raum): Geburts-Land
  • Landesgebiet (Erd-Raum): Geburts-Bundesland
  • Geburtsort (Erd-Raum): Heimatort

 

  • Persönliches Umfeld - Familie in die ein Individuum hineingeboren wurde

 

  • Geburtsjahr (Erd-Zeit): Kollektive Bewusstseinsqualitäten, Kollektive Ereignisse, Kollektive Zeitqualität
  • Geburtsmonat (Erd-Zeit): 4-Elementequalität, Jahreszeit 
  • Geburtstag (Erd-Zeit): Tages- bzw. Nachtqualität, Wettergeschehen, aktuelle Ereignisse 
  • Geburtsstunde (Erd-Zeit): Stundenqualität, Tages- oder Nachtstunde, Mondkonstellation
  • Geburtsminute (Erd-Zeit): Himmelsrichtung der Sternzeichenhäuser mit Hinweis auf den Aszendenten und die daraus folgende Häuser-Aszendentenstruktur (das Sternzeichen welches zum Zeitpunkt der Geburt im Osten aufgeht ist der Aszendent und gleichzeitig das 1. astrologische Haus), angezeigt durch die kreisförmig strukturierte Anordnung der Sternzeichen mit den darin befindlichen Planeten, die wie Uhrzeiger einer Uhr, bestimmte Lebensfeldneigungen bzw. Bewusstseinsneigungen anzeigen. 

 

                                                                                O

 

 

Die kosmologischen Kräfte, die das Feinstoffliche (Ebene der Sternzeichen) mit dem Grobstofflichen (Ebene der physischen Erde) verbinden, wirken über die 4 Elemente der Naturgewalten (Jahreszeiten, Wetter) sowie durch die "Sphären" der Planeten, analog ihrer Eigenschaften in Bezug auf die Sternzeichen.

 

Auszug aus der Seth-Sitzung 467 vom 12.03.1969:

 

Der Intellekt zwingt euch, Informationen für den Gebrauch des physischen Organismus in einer höchst spezialisierten Art zu interpretieren. Und da eure Art von Intellekt hauptsächlich aufgrund der Zeitstruktur angenommen wurde, hat er nur innerhalb eurer speziellen Art von Zeitstruktur einen Wert, und seine Art logischen Denkens ist viel langsamer und einschränkender.

Er bewegt sich im Schneckentempo entlang der aufeinanderfolgenden Zeit.

Emotionales Denken erhebt sich jedoch weit darüber hinaus. Die innere, höchst präzise Natur des, in Anführungszeichen, "emotionalen Intellekts" ist vor euch verborgen, denn der physische Intellekt kann ihm nicht folgen. Der emotionale Intellekt würde daher chaotisch erscheinen. Der größte Teil seines Reichtums und seiner Tiefe könnte vom physisch orientierten Gehirn nicht wahrgenommen werden!

 

Der emotionale Intellekt ist z.B. nicht zeitorientiert, und das allein ergibt schon keinen Sinn für das physische Gehirn.

Das Gehirn findet es höchst schwierig, irgendwelche nicht zeitorientierten Informationen zu assimilieren und bezeichnet sie daher als bedeutungslos.

Nun, diese Information dient eurer Entwicklung und wir werden mit der Diskussion weiterfahren, denn ihr könnt mit meiner Hilfe bis zu einem gewissen Grad verstehen, wie dieser emotionale Intellekt arbeitet, wenn ihr versucht, das Material intuitiv zu verstehen, eure Vorstellungskraft zu brauchen und es zu ergründen.

 

Wir haben vor einiger Zeit über die Natur der Wahrnehmung und über ihre Beziehung zu hellsichtigen Aktivitäten gesprochen. Wir haben über die Tatsache diskutiert, dass kein Wissen außerhalb von Bewusstsein existiert. Ich habe euch gesagt, dass jede Wahrnehmung den Wahrnehmenden verändert, und zwar dass sie ihn nicht nur mental und emotional wandelt, sondern dass sie auch die elektromagnetische Realität seiner inneren physischen Struktur verändert.

Im wahrsten Sinne des Wortes seid ihr daher das Wissen, das ihr habt.

Der Austausch ist konstant. Nun. Ursprünglich und grundsätzlich ist Wahrnehmung nicht von euren Sinnen abhängig.

 

Jede Wahrnehmung ist zuerst einmal eine psychische Wahrnehmung, die dann auf eine für den physischen Organismus bedeutungsvolle Art übersetzt wird.

 

Für andere Organismen in andersartigen Realitäten würde daher Wahrnehmung auf eine ganz andere Weise übersetzt werden.

 

Wenn man sich daher auf solch äußerliche Wahrnehmungen verließe, wäre Kommunikation zwischen Mitgliedern verschiedener Systeme fast unmöglich.

Zuerst einmal könntet ihr einander gar nicht wahrnehmen oder nicht einmal realisieren, dass etwas Wahrnehmbares da wäre. Solche Kontakte würden daher immer unterhalb der so genannten normalen Wahrnehmung stattfinden, und auch dann müsstet ihr diese innere Wahrnehmung, wie alle anderen Wahrnehmungen, in Begriffe übersetzen, die ihr als physische Wesen verstehen könntet.

 

Diese Übersetzung wäre gezwungenermaßen verzerrt, und doch wäre es die einzige Art Wahrnehmung oder Verständnis, das unter diesen Umständen möglich wäre.

 

Nun, zu einem gewissen Grad bezieht sich das auch auf die Informationen, die ich euch in unseren Sitzungen gebe. Sie müssen durch die verfügbaren Kanäle des physischen menschlichen Mechanismus kommen, um überhaupt bedeutungsvoll zu sein.

Wie ich vor vielen Sitzungen erklärte, könnt ihr einerseits sagen, dass die Methode Verzerrungen enthält, dass es aber ohne Verzerrungen kein bedeutungsvolles Wissen für euch zu verstehen gäbe.

 

Verbalisierung ist keine grundsätzliche Kommunikationsmethode für, in Anführungszeichen, "höhere" Bewusstseinsformen noch ist sie das für niedrigere Bewusstseinsformen. Nur gerade in eurem speziellen Zwischenstadium ist Verbalisierung als solche so wichtig.

Sie ist eine Ausgangsebene für eure Spezies.

Aufgrund ihrer Wichtigkeit auf eurer speziellen Stufe ist sie eine hervorragende Methode für unsere Zwecke. In vielen anderen Realitätssystemen wird sie nie angewandt, denn sie ist auf vielerlei Arten einschränkend.

 

In vielen Systemen werden Farben als primäre Kommunikationsmethode gebraucht. Sie werden telepathisch ausgesendet, jede Tönung in einer solchen Mannigfaltigkeit, dass ihr sie euch jetzt gar nicht vorstellen könnt. Diese komplexen Farbenkommunikationen folgen den fast unendlich möglichen emotionalen Schattierungen.

Ihr seht wie schwierig es ist, dieses Konzept in Worte zu fassen. Diese Systeme beginnen bereits mit viel größeren Bandbreiten als euch vertraut sind. Sie leben in einem vollständig anderen Sinnesuniversum.

 

So wie ihr zum Beispiel versucht, Farben miteinander zu mischen, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen, senden sie telepathisch einen kontinuierlichen Strom ständig sich verändernder Farben aus. Ein Konzept wie z.B. ein Satz wäre für sie bedeutungslos, und doch ist in den Farben auch ein Muster enthalten, sodass die Gestalt und Form einer Farbe ebenfalls eine Bedeutung hat.

 

Die Analogie mag vielleicht etwas dürftig sein, weil sie so wenig aussagt, und doch kann sie dazu dienen, euch einen Eindruck davon zu vermitteln. Statt Nomina hättet ihr z.B. die Form des ständig sich bewegenden Musters, statt eines Verbs das Pulsieren oder eher die Übertragung der Farbe, statt einer Abfolge von Zeitformen, die dieses System nicht braucht, hättet ihr die Intensitäten und Tiefen von Farbe.

Man sollte sich hier jedoch nicht farbige Bilder vorstellen, denn dieses System braucht diese Art Bildhaftigkeit nicht, und dennoch wird ein hoher Grad an Präzision kommuniziert. In euren Sinn gäbe es hier, in Anführungszeichen, "Worte" für alle Arten von subtilen emotionalen Zuständen für die ihr keine Worte habt.

 

Wenn ich (Seth) nun mit jemandem in diesem System kommunizieren wollte, müsste ich seinen Sinnmechanismus beeinflussen, und das Material würde dann wieder auf eine Art durchgegeben, die es zu verzerren schiene, und doch könnte es ohne diese Methode gar nicht durchgegeben werden.

 

Ich möchte noch erwähnen, dass das innere Selbst immer von jeder Camouflagestruktur frei ist, die es jederzeit bewohnen mag.

 

Nun. Jede denkbare Wahrnehmungsmethode ist für das innere Selbst möglich und ist latent in ihm vorhanden. Das innere Selbst kann jede Wahrnehmungsmethode annehmen, die es auswählt, je nach der Umgebung, in der es sich befindet.

 

Im Zustand von psychologischer Zeit (Bewusstseinsebenenwechsel z.B. durch Meditation oder geistige Wachheit im Traumzustand oder einer leichten Trance)

ist es daher zumindest möglich, dass ihr einige Erfahrungen mit anderen Methoden machen könnt, wenn ihr gewohnte Wahrnehmungsmethoden ausschließt.

Das Ego ist jedoch fest an den Gebrauch der physischen Sinne gebunden. Im Traumzustand können aber auch andere Methoden zumindest ein wenig erlebt werden.

 

In tieferen Träumen und in ziemlich ungewohnten Projektionen könnt ihr euer eigenes System vollständig verlassen und tut dies auch.

Aber auch wenn ihr außerhalb eures physischen Körpers seid, werdet ihr eher versuchen, die Erfahrung mit ihren erlernten Mustern zu übersetzen, als in die inneren Sinne hinüberzuwechseln. Das ist der Grund, weshalb viele solche Erfahrungen, auch wenn man sich an sie erinnert, chaotisch und bedeutungslos erscheinen.

 

Nun. Es gibt in der Tat ein Gesamtwerk von Symbolen, die in allen Arten von Wahrnehmungen mehr oder wenig grundlegend sind - Brücken von einer Art Wahrnehmung zu einer anderen, da unterhalb aller Wahrnehmungssysteme Bewusstsein liegt.

Gewisse Symbole werden daher eine Bedeutung haben. Ich sehe keinen besonderen Sinn darin, sie euch jetzt durchzugeben, aber zu einem anderen Zeitpunkt werde ich das tun.

 

Es sind die Wurzel- oder Grundannahmen, aus denen alle Kommunikationen entspringen.

 

Das Problem dabei ist, wie schon vorher, dass beim Versuch einer Durchgabe gewisse Änderungen nötig sind. Es dient eurer Entwicklung jedoch nicht, diese schon jetzt zu kennen. Ich wollte sie jedoch hier für einen späteren Bezug erwähnen.

 

Einige Systeme benutzen Wahrnehmungsmethoden, die nicht erklärt werden können, da sie nichts enthalten, das euch vertraut ist. In den meisten Systemen haben der Tod, wie ihr ihn kennt, und die Bedeutung, die ihr ihm zumesst, kein Gewicht.

Das fortgeschrittene Bewusstsein kann sich auf ein, in Anführungszeichen "Leben" fokussieren, wie ihr z.B. in der Schule fortgeschrittenes Differenzialrechnen belegt, während ihr immer noch in einer elementaren Philosophieklasse seid. Verstehst du?

 

Die ganze psychologische Struktur ist daher vollständig verschieden. Sie ist auch anspruchsvoller. Die Emotionen und Intuitionen sind die Grundlage der Erfahrung und die Mittel, um Wissen in die meisten anderen Systeme einzubringen.

Sie haben ihre eigenen, in Anführungszeichen "Denkprozesse", derer ihr euch kaum gewahr seid, da ihr in eurem Entwicklungsstadium in der Regel stattdessen den Intellekt braucht und einen deutlichen Unterschied zwischen den beiden Bereichen macht.

 

 

 

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Aus dem "LIBER VITAE MERITORIUM" (Das Buch der Lebensverdienste) 6. Teil Abs. 59 geschrieben im Jahr 1158 von Hildegard von Bingen:

 


Vom Schmuck der himmlischen Freuden 

 

Solcher Freuden Schmuck ist geistlicher Natur und dauert ewig und kann nicht abgeschätzt werden. Dabei ist es nicht so, als ob sich Gold oder Edelsteine oder Geschmeide aus irdischer Asche in der Ewigkeit des himmlischen Lebens vorfänden, vielmehr werden die Auserwählten mit den guten und gerechten Werken auf geistliche Weise geziert, so wie auch ein Mensch sich nur körperlich mit kostbarem Geschmeide schmückt.

Ich aber, der Baumeister der Welt, gab Meinem Werk, dem Menschen nämlich, mit jener Wissenschaft, die ich in Ihm anlegte, die Möglichkeit, seine eigenen Taten zu wirken, auf dass er mittels der Erde und des Wassers, über die Luft und das Feuer, aus denen auch er selber besteht, seine Werke zur Vollendung brächte.

Immer wenn er Gutes wirkt, wird ihm der Schmuck aus seinen guten Taten in der Herrlichkeit des unausschöpflichen Lichtes auf ewig vorbereitet, so wie auch das Firmament mit den Gestirnen und wie die Erde mit den Blüten hier in der Zeit geschmückt werden.

 

Wenn aber der Mensch mitunter in irdischer Pracht geschmückt wird, seufzt seine Seele auf. Erinnert sie sich doch daran, mit welchen Werken sie eigentlich geschmückt sein müsste.

Und wie der Mensch sich mittels Feuer und Luft wie auch durch Wasser und Erde seine Ausrüstung schmiedet, und wie er sich sein Gewand nach seinem Gefallen auf den Leib zuschneidert, so bereitet auch Gott den Heiligen ihre Ausrüstung ganz nach ihren Werken vor, die Er jedoch aus keinem anderen Stoff nimmt, als den Er aus sich schöpft, wie Er auch die ganze Welt rein aus sich selbst geschaffen hat. Und so sollte auch der Mensch sein Werk durch kein fremdes Geschöpf auf der Welt, sondern aus seiner eigenen Natur heraus bestimmen und zur Durchführung bringen.